Kluge Köpfe und Kämpfer - berühmte Personen
Es gibt einige Personen, die immer wieder im Zusammenhang mit dem
Wienerwald genannt werden.
Diese Berühmtheiten haben genauso wie die Region selbst, Geschichte
geschrieben.
Am 1. April 1763 in Krems geboren, wurde er 1788 Direktor der Hauptschule
in Korneuburg. 1798 gründete er eine Industrieanstalt für Mädchen. In der
Zeit von 1797 bis 1808 verfasste er 7 kleine Bände von
Wienerwald-Reiseberichten, die sog. "Wanderungen und Spazierfahrten in
die Gegenden um Wien". In diesen Werken beschrieb er genau seine
Wanderungen durch den Wienerwald. Er war auf seinen Ausflügen hauptsächlich
im Wiener Umland, wie z. B. Hernals, Grinzing, Sievering unterwegs um immer
wieder interessante Entdeckungen für die damals "biedermeiersche"
Zeit zu machen. Auf Ihn gehen die wunderschönen Beschreibungen der Naturschönheiten
und des kulinarischen Genusses dieser Region zurück.
Es war die Romantik Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts, wo es
modern wurde, die Landschaft mit verträumten Augen zu sehen. Die Bevölkerung
begeisterte sich an Gärten mit schönen Hecken und Wäldern in denen
Grotten und alte Gemäuer zu finden waren. Auch in dieser Zeit wurde es auch
in Österreich modern, Schlösser zu errichten, Burgen zu renovieren und so
manch andere Architektonische Spielerei umzusetzen. Fürst Johann der I. von
Liechtenstein (1760 - 1836) machte vorerst eine militärische Karriere und
wurde später Besitzer der Burg Liechtenstein bei Mödling. Er
revitalisierte das alte Gemäuer, schaffte künstliche Ruinen und gründete
den Tiergarten in Sparbach. Er war auch der Retter der Burg Greifenstein.
Geboren 29. Juli 1832 in Brünn. Wohnte er in Mödling und arbeitete als
Journalist beim Wiener Tagblatt. 1870 wollte man Teile des Wienerwaldes, die
in Staatsbesitz waren, veräußern. Schöffel wollte diesen "Ausverkauf
des Wienerwaldes" verhindern und startete seine journalistische
Initiative. Mehrmals wurde er vor Gericht geladen, konnte sich jedoch 1872
durchsetzen, wo ein totales Schlägerungsverbot in den staatlichen Wäldern
verhängt wurde. In diesem Jahr erhielt er das Amt des Bürgermeisters von Mödling.
Von diesem Zeitpunkt an war er Ehrenbürger von vielen Wienerwaldgemeinden.
Josef Schöffel verstarb 1910. Sein Leitsatz für die nachfolgende
Generation war "ich wünsche mir nur, dass, wenn der Wienerwald, was
nicht unmöglich ist, wieder einmal von Spekulanten bedroht werden sollte,
sich zur rechten Zeit ein Mann finde, der den selben Miterfolg
verteidigt."
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Sie mehr über seine Rettung des Wienerwaldes
(1836 bis 1913) Kress war von Beruf Klavierstimmer und beschäftigte sich
in seiner Freizeit mit dem Fliegen. 1876 baute er ein uhrfederbetriebenes
Luftkreisel mit einem Fahnenprobeller. 1879 wurde dieses Fluggerät unter
dem Namen Aero Veloce patentiert. 1888 präsentierte er weitere Flugmodelle
vor großem Publikum, wobei auch der Kaiser Interesse an seinen Kreationen
zeigte. Mit staatlicher Unterstützung baute er einen neuen
Flugapparat, den er am 3. Oktober 1901 am Wienerwaldsee präsentierte. Das
Fluggerät wurde durch einen Motor, der 380 kg wog und 30 PS leistete,
angetrieben. Leider misslang der Versuch, obwohl das Fluggerät sogar leicht
vom Boden abhob. Durch den Absturz wurde das Projekt eingestellt.
(1795 - 1831) von Beruf Beamter, interessierte sich leidenschaftlich für
die Natur. Er machte in seiner Freizeit zahlreiche ausgedehnte Wanderungen
durch den Wienerwald. 1829 erschien sein Buch "Skizzen einer Fußreise
durch Österreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Berchtesgaden, Tirol und
Bayern nach Wien, nebst einer romantisch pitoresquen Darstellung mehrerer
Ritterburgen und Ihrer Volksagen, Gebirgsgegenden und Eisgletscher auf
dieser Wanderung, unternommen im Jahre 1825". Mit einem Topf schwarzer
Ölfarbe ausgerüstet, hinterließ er auf vielen Ruinen, Felsplatten und Brückenpfeilern
seine berühmten Buchstaben "KYSELAK". Bald war sein Name im
ganzen Gebiet bekannt. Noch heute findet man auf den 2 Obelisken im
Schwarzenbergpark seinen Namen eingraviert.